Clubmeisterschaft 2017 - Das gibt es nur in Langenhagen

07.09.2017

Es sollte dieses Jahr eine ganz besondere Clubmeisterschaft werden. So hatte sich der Vorstand des Golfclub Langenhagen mehrfach geäußert. Und es wurde eine ganz besondere Clubmeisterschaft!

Zahlreiche Zuschauer säumten Nord9
Zahlreiche Zuschauer säumten Nord9
Da war das Match noch spannend. Anne und Lena Albrecht und Pia Böhmer an Nord6
Da war das Match noch spannend. Anne und Lena Albrecht und Pia Böhmer an Nord6
Beim Wetter angefangen, welches zur Endrunde am Sonntag wirklich nicht besser hätte sein können, über die mehr als 100 Zuschauer, welche bei den letzten eintreffenden Matches die Bahn 9 des Nordkurses säumten und eine Siegerehrung, bei der die Plätze auf der Terrasse bei weitem nicht ausreichend waren.

Doch fangen wir mit dem ersten Tag an. Hier gab es erstmals einen neuen Spielmodus, bei dem die Bruttoteilnehmer zwei ihrer drei Runden am Samstag spielen mussten. Die Nettoteilnehmer hingegen mussten Samstag und Sonntag nur eine Runde spielen. Dieser neue Spielmodus sollte sicherstellen, dass am Sonntag in jedem Fall alle Spieler im Hellen ins Clubhaus kommen.

Valerie Beneke
Valerie Beneke
Am Samstag starteten zuerst die Bruttospieler in die erste Runde. Das Wetter war gut: Sonnig bei Temperaturen bis zu 20 Grad Celsius. Die Greenkeeper hatten den in den letzten Wochen nur schwer spielbaren Platz in einen ordentlichen Zustand gebracht. Insbesondere waren große Teile des HardRough gemäht und abgesammelt worden, die vorher leider sehr holprigen Grüns gebügelt und gewalzt. So kamen wir immerhin auf Stimpmeter Werte von 8, was in Amateurturnieren durchaus angemessen ist.

Als Favoriten bei den Männern gingen sicherlich Vorjahressieger Brandon Bernack, Doppelclubmeister der Herren Tristan Falcke und der in den letzten Wochen immer besser werdende Henry Ost auf die Runde.

Cary Stephen Uy an Ost2
Cary Stephen Uy an Ost2
Doch „Favorit“ Brandon Bernack hatte sicherlich einen der schlechtesten Tage des Jahres erwischt. Nach 10 über Par in der ersten Runde fand er sich auf Platz 6 der Wertung. Zwei Triple- und zwei Doppelbogeys ließen keinen Platz für ein gutes Gesamtergebnis. In der zweiten Runde spielte er zwar mit einer 69 die beste Runde des Tages, konnte aber trotzdem nur auf Platz 4 vorrücken.

Tristan Falcke (übrigens mein diesjähriger Jahreslochwettspielgegner, der mich im Stechen auf dem ersten extra Loch besiegte.) spielte zwei gleichmäßig gute Runden (69, 70). Er versuchte besonders in der zweiten Runde die Ruhe zu bewahren und sich von der Unruhe in seinem Match nicht ablenken zu lassen.

Henry Ost begann seine Runde mit einem schlimmen Triple-Bogey, spielte mit 77 aber eine insgesamt ordentliche erste Runde und mit 70 eine sehr gute zweite Runde.

Lars Meier
Lars Meier
Bei den Damen zeichnete sich nach kurzer Zeit ein sehr spannendes Match zwischen Anne-Kathrin Albrecht und Ihrer Schwester Lena-Marie Albrecht ab. Hier war Valerie Beneke leider ab der ersten Runde nicht in der Lage, den Anschluss zu halten. Trotz einer sehr respektablen 76 in der ersten Runde.

Anne-Kathrin Albrecht und Lena-Marie Albrecht schenkten sich auf der Runde nichts und so kam es, dass die beiden noch an der 14 der zweiten Runde bei 6 unter Par lagen.

Leider holte Lena-Marie dann die Schwäche, ausgelöst durch den grippalen Infekt der Vorwoche, wieder ein. Bei diesem für sie überragenden Stand bekam sie auf der 15 offensichtlich einen Kreislaufzusammenbruch und musste von mir ins Clubhaus gefahren werden. Damit war die Clubmeisterschaft bei den Damen so gut wie entschieden, denn die Zweitplatzierte Valerie Beneke hätte schon wirklich zaubern müssen, um den Vorsprung von 13 Schlägen auszugleichen.

Der Morgen des zweiten Tages
Der Morgen des zweiten Tages
Bei den Nettospielern und Spielerinnen gingen nach der ersten Runde Frank Dolgner mit tollen 43 Punkten und Heike Zimmeck mit 42 Punkten in Führung. Das waren für Heike Zimmeck immerhin 5 Punkte Führung vor Anja Mauerhöfer und für Frank Dolgner 2 Punkte Vorsprung vor Stefan Himmelmann.

Hier konnte es am zweiten Tag noch spannend werden.

Der Sonntag begann mit dem besten Wetter des Jahres. Es sollte ein toller Tag werden.

Nach dem Prinzip „Schrott First“, wie es einige Teilnehmer der Runden kolportierten, starteten die schlechtesten Ergebnisse der Nettospieler zuerst. Die Bruttospieler starteten auch in umgekehrter Ergebnisreihenfolge.

Anja Mauerhöfer hatte sich zum Ziel gesetzt, die Nettoclubmeisterschaft doch noch zu gewinnen. Doch es schien nicht ihr bester Tag zu sein. Heike Zimmeck hingegen hatte einen ganz schlechten Tag. So kam es, dass Anja schon nach 9 Löchern deutlich vor Heike in Führung lag. Doch diese holte bis zur 17 wieder auf und an der 18 sollte sich das Spiel entscheiden. Hier spielte Anja dank stählerner Nerven ein Bogey, während Heike mit einem Triple-Bogey ohne Punkte blieb. So konnte Anja Mauerhöfer mit 2 Punkten Vorsprung Netto-Clubmeisterin werden.

Bei den Netto-Herren ließ Frank Dolgner Stefan Himmelmann keine Chance. Mit 46 Punkten in der zweiten Runde lag er erneut klar von Stefan Himmelmann und wurde damit Netto-Clubmeister.

Nicht sehr spannend, aber trotzdem schön anzuschauen war das Spiel der Damen um den Brutto-Titel. Nach dem Ausscheiden von Lena-Marie Albrecht konnte Valerie Beneke keinen Anschluss an Anne-Kathrin Albrecht  finden. Und so gewann Anne-Kathrin deutlich mit 18 Schlägen Vorsprung vor Valerie Beneke.

Anja Mauerhöfer
Anja Mauerhöfer
Auch bei den Brutto Herren wurde es nicht wirklich spannend bei Kampf um den Sieg. Tristan Falcke, dem man an diesem Wochenende auch den Beinamen „der Zuverlässige“ hätte geben können, hielt Henry Ost klar auf 10 Schläge Distanz. Brandon Bernack allerdings kämpfte sich immer weiter an Henry Ost heran und machte so den Kampf um Platz 2 spannend. Apropos Brandon Bernack: Ich durfte dabei sein, als er sicherlich den Schlag des Tages machte. Nachdem er Nord 4 wirklich schlecht gespielt hatte und mit dem vierten Schlag deutlich hinter das Grün geschlagen hatte, ging es los: Brandon fand seinen Ball ca. 15 Meter von der Fahne entfernt ca. 20 Zentimeter im tiefen, saftigen Rough, dessen Halme ca. 30 cm lang waren. Für die meisten von uns sicherlich eine nahezu unspielbare Lage. Hörbar unzufrieden mit der Position und dem Zustand des Rough in Langenhagen schimpfte er gefühlte 5 Minuten über den Platz, immer wieder mit den Worten „Das gibt es nur in Langenhagen….“ Irgendwann beruhigte er sich, stellte sich an den Ball und schlug ihn mit einem absolut genialen Pitch zum Par ins Loch! Nun gab es kein Halten mehr und Brandon fiel unter lautem Jubel seinem Bruder um den Hals und sprang umher, als hätte er den Fedex Cup gewonnen. Den besten Witz dazu machte Nasser Zolfaghari, indem er Brandons Schimpfkanonade spiegelte und sagte: „Das gibt es nur Langenhagen!“
Brandon Bernack im Stechen
Brandon Bernack im Stechen
Doch obwohl Brandon die beste Runde des Tages spielte, reichte es nicht, um sein Ergebnis aus der ersten Runde wieder auszugleichen.

Spannend wurde es noch einmal, als Brandon Bernack und Henry Ost ein Stechen um Platz zwei spielen mussten, da sie mit 223 Schlägen nach der dritten Runde insgesamt gleich auf lagen.

Zahlreiche Zuschauer säumten Nord9 als Brandon und Henry abschlugen. Doch auch die erste Runde des Stechens sollte keine Entscheidung bringen. In der zweiten Runde (wieder Nord9) traf Henry Ost mit dem zweiten Schlag das Grün, während sich Brandon Bernacks Ball aus dem Semi-Rough leider zu einem Flyer entwickelte und über das Grün hinaus schoss. Brandon chippte den Ball an die Fahne, doch Henry puttete zur 3 ins Loch und hatte damit das Stechen für sich entschieden.

Die Sieger der Clubmeisterschaften
Die Sieger der Clubmeisterschaften
Es gab eine tolle Siegerehrung mit hochwertigen Trophäen und einer vollen Terasse, wie ich sie in 10 Jahren nicht erlebt habe. Die Teilnehmer waren mit Ihren Caddies noch zu einem leckeren Grillbuffet und weiterhin Freibier eingeladen und so saßen viele Mitglieder noch lange an diesem schönen Tag und genossen den Ausblick auf unsere wunderschöne Anlage.

Es bleibt mir noch den Sponsoren, der Golfpark Hainhaus GmbH und Paolos Landhaus am Golfpark zu danken und natürlich auch den vielen Helfern und Zuschauern, die dieses schöne Event erst möglich gemacht haben.

Danke!

Ihr Christian Kunze

 

Die gesamten Ergebnisse finden Sie unter:

Brutto

Netto

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